Zur Geschichte des orientalischen Tanzes


Wann der Bauchtanz entstanden ist und wo der Tanz herkommt, kann nicht genau zugeordnet werden. Er ist aber in einem Gebiet von Nordafrika, rund um das Mittelmeer und z. B. in der Türkei und Ägypten sehr verbreitet.

Schon zu frühester Zeit wurde getanzt, um den Göttern zu huldigen, Tote zu ehren oder es wurden Fruchtbarkeitstänze zelebriert. Viele Skulpturen und Felsmalereien zeigen Tanzende in bauchtanzähnlichen Posen. Besondere Bedeutung fällt dabei der Pharaonenzeit zu. Außer bei rituellen Zusammenkünften zur Beschwörung der Götter wurde auch auf Festen einfach zur Unterhaltung getanzt.

Durch viele Jahrtausende gerettet, erfreut sich der Bauchtanz auch heute großer Beliebtheit. Nach dem Auftritt "Little Egypt´s" auf der Weltausstellung 1893 in Chicago folgte ein erster Boom in Amerika. Später brachten Amerikanerinnen den Bauchtanz nach Deutschland und auch hier fand der Tanz immer neue Anhängerinnen. Viele Frauen lernen tanzen um Rücken- und Menstruationsbeschwerden zu lindern, sie erfahren aber auch durch den Bauchtanz ein völlig neues Selbstwertgefühl. Bauchtanz ist ein Improvisationstanz. Jede Frau entwickelt ihren Tanzstil aus Hüft-, Becken-, und Armbewegungen und drückt mit dem Tanz ihre eigenen Gefühle und Empfindungen aus. Damit bleibt der Tanz immer etwas besonderes und ganz persönliches.

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